Aus dem Schulleben

10. März 2021

Hurra, endlich wieder Schule – wenigstens ein bisschen

Am 22. Februar konnte der Unterricht an unserer Schule nach fünf Wochen Schulschließung endlich wieder beginnen – zumindest für einen Teil der Schülerinnen und Schüler. Die Abschlussklassen waren – anders als an anderen Schulen – auch während der Schließung durchgehend im Präsenzunterricht. Nun sind auch die Klassen 1 bis 4 zurück. Zwar nur in halber Klassenstärke und im Wechselunterricht, aber es ist zumindest ein Lichtblick. Oder nicht? Das möchte ich genauer wissen und verabrede mich mit Frau Raynaud, die die Klasse 1b unterrichtet.

Bei strahlendem Sonnenschein mache ich mich kurz vor Schulschluss auf den Weg zu ihrem Klassenzimmer. Unterwegs begegnet mir schon ein Teil der Klasse. Die Schule ist aus und sie sind auf dem Weg vom Handarbeitsunterricht zum Parkplatz und zur Wendeplatte, wo viele von ihren Eltern erwartet werden. Ich frage die Kinder, wie es denn so sei, nach fünf Wochen daheim wieder in der Schule zu sein und höre „toll“ und „schön“.  Auch wenn die Antworten knapp ausfallen, ein Blick in die strahlenden Kinderaugen sagt alles: Die Erstklässler sind froh, nach so langer Zeit endlich wieder in die Schule gehen zu dürfen.

Im Klassenzimmer angekommen, bestätigt Frau Raynaud diesen Eindruck. „Die Kinder sind so glücklich, wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Sie haben ihre Freunde vermisst, ihre Lehrerin, einfach das ganze Miteinander.“ Sie erzählt, wie sie sich darum bemüht hatte, während der Schulschließung jeden Tag in Kontakt mit den Kindern zu kommen. Unterrichtsstoff hätten die Kinder wenig verpasst. „Die Kinder haben zu Hause Aufgaben erledigt, die ihnen bereits bekannt waren. Wir haben viel wiederholt, Addition und Subtraktion zum Beispiel. Aber Waldorfschule ist natürlich viel mehr als Lesen, Schreiben, Rechnen. Was gefehlt hat, war das Miteinander. Gerade in diesem Alter ist die soziale Interaktion innerhalb der Klassengemeinschaft enorm wichtig.“ Ich schaue mich in dem liebevoll gestalteten Klassenzimmer um und stelle mir vor, wie aufgeregt die Erstklässler waren, als sie diesen Raum im September zum ersten Mal als frischgebackene Schulkinder betraten. Und dann war nach nur 13 Wochen Schule alles wieder vorbei und sie mussten sich an eine neue Routine im Heimunterricht gewöhnen.

Welchen Eindruck sie denn von ihren Erstklässlern nach so lange Zeit habe? Frau Raynaud erzählt, dass sich die Klassengemeinschaft wieder gut gefunden habe und es kaum Schwierigkeiten gebe. „Vielen Kindern ist jedoch nicht klar, warum sie nicht alle ihre Freundinnen und Freunde im Unterricht wiedersehen können“. Die 25 Kinder der 1b sind – wie alle Klassen der Stufe 1 bis 4 – in zwei Gruppen geteilt, die im Wechsel unterrichtet werden. Während die eine Gruppe im Hauptunterricht ist, hat die andere Gruppe Fachunterricht, dann wird gewechselt. In der ersten Woche haben zudem nur die Klassen 1 und 3 Unterricht, in der nächsten dann die Klassen 2 und 4.

Frau Raynaud erzählt mir, wie sie mit dem „Unterricht unter Pandemiebedingungen“ umgeht, ohne die Gründe für Klassenteilung, Abstandsregeln und Lüften zu thematisieren. Denn das erzeuge nur Unsicherheiten bei einigen Kindern. „Wir schreiben jeden Tag alle Kinder, die in der anderen Gruppe sind, an die Tafel. So sind wir in Gedanken mit ihnen verbunden“, erklärt sie. Wenn im Unterricht ein Kreis gebildet werden soll, sagt sie den Kindern, sie sollten sich vorstellen, dass jeweils eines der fehlenden Kinder zwischen ihnen stünde. Auch das stärke das Gemeinschaftsgefühl und erfülle gleichzeitig das Abstandsgebot.

Als ich mich schließlich von Frau Raynaud verabschiede, habe ich das Gefühl, dass zumindest die Klasse 1b die Schulschließung gut überstanden hat und sich im Schulalltag trotz der vorhandenen Einschränkungen wieder gut zurechtfindet.

Vicki Klemeyer/Öffentlichkeitsarbeit

18. Februar 2021

Den Engelberg erklettern … es geht los!

Nicht zuletzt durch die große Spendenbereitschaft der Eltern, Lehrer und Mitarbeiter unserer Schule kann es nun nach der Verzögerung durch die Corona-Krise losgehen. War der Bau ursprünglich für Sommer 2020 geplant und dann auf die Weihnachtsferien verschoben, wird nun in den Pfingstferien unser Traum einer Kletterwand für den Engelberg endlich wahr.

 

Großzügige Spenden
Die Spendenbereitschaft der Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Engelbergschule war enorm und uns erreichten sogar einige Großspenden. Für jeden kleinen und großen Beitrag sagen wir von Herzen „danke“ und freuen uns, dass der Spendenstand inzwischen bei gut 15.000 Euro liegt. Das macht uns zuversichtlich, das Projekt in Angriff zu nehmen. Die geschätzten Gesamtkosten lagen in der Vergangenheit bei 15.000 bis 20.000 Euro für die komplette Erstellung der Kletterwand inklusive der vielen benötigten Haken, Seile und Sicherungen sowie den benötigten Sicherungsgurten und Kletterschuhen für die Schülerinnen und Schüler.

 

Kletterspaß mit vielen Möglichkeiten
Die Kletteranlage soll an der Nordwand der Turnhalle angebracht werden, zwölf Meter lang und fünf Meter hoch. Für die Planung der Kletterwand konnten wir mit Timo Marschner einen Fachmann gewinnen. Er betreibt die Kletter- und Boulderhallen „Active Garden“ in Korb und Waiblingen. Die Kletterwand wird im Sockel einen Boulderbereich haben, in dem die Schülerinnen und Schüler in Absprunghöhe und ohne Sicherung klettern können, geschützt durch davor gelegte Weichturnmatten. Um die Vielfältigkeit der Kletterwand zu erhöhen, wird es verschiedene Aufsätze und versetzbare Überhänge geben, so dass immer wieder neue Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgezeichnet und erklettert werden können.

 

Die Herausforderungen der Nordwand
Trotz des begeisternden Spendenvolumens ist das Projekt weiterhin auf Unterstützung angewiesen, denn wer dachte in den 1980er Jahren schon daran, dass in der Turnhalle einmal eine Kletterwand stehen wird? Technisch von vornherein ausgeschlossen ist das Aufhängen der Wand an der Decke und auch eine Verankerung im Boden ist nicht möglich, denn das Aufschneiden des Hallenbodens würde seine federnde Eigenschaft zerstören. Es bleibt nur die Möglichkeit, die Kletterwand an der Nordwand zu befestigen, was aufgrund der Statik einige so nicht geplante Mehrkosten mit sich bringen wird.

 

Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler
Natürlich haben wir auch in diesem Jahr die Hoffnung, weitere Spenden für die Kletterwand zu erhalten. Geplant ist unter anderem ein Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise selbst etwas für „ihre“ Kletterwand tun können, also mit Freundinnen oder Freunden zum Beispiel für die Anschaffung eines Klettergurtes oder eines Paares Kletterschuhe zu laufen. Die Idee: Alle Teilnehmenden suchen sich einen Sponsor, etwa die Eltern oder eine Firma, und vereinbaren eine bestimmte Spendenhöhe, für jede Runde, die sie um das Schulgebäude joggen. Je mehr Runden, desto mehr Geld wird „erlaufen“. Auf diese Weise hoffen wir, noch einiges an Unterstützung zu erzielen, um den Etat unserer Schule, die als Sicherungspartner bei dieser Kletterpartie im Hintergrund steht, nur wenig in Anspruch nehmen zu müssen.

 

Tatkräftige Unterstützer gesucht
Wir wollen die Kosten auch dadurch im Rahmen halten, indem wir uns um die tatkräftige Unterstützung von Eltern und Schüler bemühen. Denn beim Aufbau der Kletterwand unter Anleitung von Fachkräften kann jeder mithelfen! Auch das verbindet Sie durch etwas selbst Geschaffenes mit unserer Schule! Sollten Sie also nicht gerade zwei linke Hände haben, dann denken Sie vielleicht jetzt schon daran, sich die Zeit um oder nach den Pfingstferien für handwerkliche Unterstützung beim Aufbau der Wand freizuhalten. Sobald die Termine feststehen, kommen wir gerne auf Sie zu. Die Hilfstätigkeiten sind nicht kompliziert und im Prinzip von jeder oder jedem leistbar.

 

Die Spendenaktion geht weiter
Sie können uns auch gerne jetzt schon direkt unterstützen. Alle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.engelberg.net/#spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Kletterwand“ an.

Spenden Sie
unterstützen Sie
und erklettern Sie

dann vielleicht auch einmal selbst den Engelberg, um das Gefühl „oben angekommen“ zu sein zu genießen.

Es grüßen und bedanken sich
Gunther Geuppert und Markus Martin (FWS Engelberg)
Andreas Fett (Magdalenenschule)

17. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: Anpacken beim Bio-Bauer Luber

Heute packt Sonja Faber-Schrecklein auf dem Bauernhof Luber mit an. Beim Kühe striegeln und Schweine füttern erfährt sie, dass nicht nur Clemens Luber die Helferlein aus unserer Schule vermisst. Nein, auch den Tieren fehlen die Grundschulkinder, die sich normalerweise liebevoll um sie kümmern. Schauen Sie mal rein:

16. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: Einmalige Kässpätzle von Michael Ömig

Weiter geht’s mit SWR Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein auf unserem Engelberg. Heute macht sie uns den Mund wässrig mit leckeren Kässpätzle aus dem Gasthaus Sandwegklause. Hier gibt es einen Vorgeschmack:

https://www.ardmediathek.de/swr/video/landesschau-baden-wuerttemberg/sonja-in-winterbach-engelberg-einmalige-kaesspaetzle-von-michael-oehmig/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzNjc5MTQ/

 

15. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: die Waldorfschule

SWR Reporterin Sonja Faber-Schrecklein ist zu Gast in der Freien Waldorfschule Engelberg. Sie besucht den Werkunterricht, plaudert mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse, legt im Werkunterricht selbst Hand an und spricht mit Geschäftsführer Felix Maier. Und wieder die Frage: Gibt es hier Engel? Die Antworten gibt es hier in der ARD Mediathek: