April 2022

Waldschule der Klasse 1b an der Freien Waldorfschule Engelberg 

Ein Versuch, pädagogische Alternativen zu entwickeln, die der Pandemiesituation und den daraus resultierenden politischen Schutzmaßnahmen gerecht werden und dennoch seelisch und leiblich gesundend auf Kinder wirken.  

Beginn: Schuljahr 2020/21 

 

Vorab: 

Mit Beginn der Coronapandemie im Jahr 2019 wurden weitreichende politische Vorkehrungen getroffen, die dem Schutz der Bevölkerung zur Ansteckung mit dem SARS COV-2 Virus dienten. Auch die Schulen müssen bis heute entsprechende Maßnahmen (Hygiene, Maskenpflicht und Testung) umsetzen. Die Freie Waldorfschule Engelberg setzte zu jedem Zeitpunkt den Maßnahmenkatalog der Landesregierung entsprechend der Verordnung um. Das Projekt Waldschule war der Versuch verordnungskonform eine gesunde Lernumgebung für die Kinder der ersten Klasse zu schaffen. 

Die Ausgangssituation  

Im März 2020 hat die Landesregierung Baden-Württemberg die Pflicht zum Tragen einer Maske in Innenräumen auch für Grundschüler angeordnet. Aufgrund der hohen Aerosolbildung in Innenräumen und der Möglichkeit wenig Abstand halten zu können, erschien dieser Schritt als ein notwendiger.  

Parallel dazu wurde jedoch auch eine Studie veröffentlicht, welche die Aerosolbildung im Freien und damit die Gefahr der Ansteckung mit Viren als auf ein Minimum reduziert sah.  

Zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder der Klasse 1b vom Sommer bis zu den Weihnachtsferien 12 Wochen in der Schule. Nach den Ferien bis Anfang März waren die Kinder im Homeschooling.  

Mit Einführung der Maskenpflicht sollte der Versuch gewagt werden, eng an die Verordnung gebunden, die Kinder dennoch mit ausreichend Abstand an der frischen Luft ohne Maske unterrichten zu können. Im Wechselmodell umfasste die Klasse maximal 12 Schüler. Dennoch wurde bereits zu Beginn darauf Wert gelegt, dass das Umfeld der Waldschule auch der ganzen Klasse (24 Schülern) die Möglichkeit zu ausreichend Abstand bot.  

Eine Mammutaufgabe für die Elterngemeinschaft 

Die Haltung gegenüber dem Umgang mit der Coronapandemie spaltet die Meinungen der Menschen. Strikte Maßnahmenbefürworter auf der einen Seite, stehen denen gegenüber, die eine Aufhebung aller (politischen) Restriktionen fordern. Zwischen diesen beiden “Extrempositionen” gibt es ein breites Spektrum an Menschen, die das Pandemiegeschehen durchaus ernst nehmen, bestimmte Maßnahmen und Restriktionen jedoch auch hinterfragen. Eine “Gaußsche Verteilung”, wie in der Elternschaft der 1b festgestellt wurde. 

Der Impuls zur Etablierung einer Waldschule kam von der Klassenlehrerin. Die Idee für den Ort auch. (Der Engelberg verfügt aktuell noch über eine wunderschön abgelegene ehemalige Lehrersiedlung, eingerahmt von Natur. Dort fand, etwas abseits im Wald am Hang gelegen, das jährlich stattfindende “Lagerleben” statt, mit überdachter Grillstelle und genügend Raum für ein Klassenzimmer und einen Pausenhof.) Nun galt es, einen Konsens in der Elternschaft zu erreichen, denn ein solches Projekt, muss sowohl pädagogisch, inhaltlich als auch geistig mit ganzem Herzen von allen Beteiligten der Klassengemeinschaft getragen werden.  

Die Eltern starteten klassenintern eine anonyme Umfrage. Wer möchte sein Kind mit Maske in die Schule setzen? Wer möchte es im Homeschooling belassen? Wer kann sich vorstellen, an der frischen Luft das Kind ohne Maske unterrichten zu lassen. Der einstimmige Konsens der Elternschaft sah die pädagogischen als auch gesundheitlichen Vorteile der Waldschule. 

Mit einem einstimmigen Votum machte sich ein Teil der Elternschaft auf die Waldschule zu bestücken: Eine Tafel wurde gebaut, 24 kleine Holzbänke (Maße 1,5 m, um entsprechend Abstand ermöglichen zu können) und 24 Schreibbretter. Jedes Kind hatte ein Sitzkissen im Ranzen, so dass bei Schreib- oder Zeichenübungen das Bänkchen mit dem Schreibbrett zum Tisch wurde, die Kinder also hinter der Bank auf dem Sitzkissen knieten.  

Es wurde ein Fass angeschafft, dass die Möglichkeit bot, fließend Wasser zu haben. Ein großes Zelt und ein kleines Beizelt wurden aufgestellt, um die Kinder vor Regen zu schützen. Die Grillstelle wurde mit Holz bestückt und zeitweise kamen morgens selbst organisiert Eltern, die vor Schulbeginn die Waldschule heizten (Feuer an der Feuerstelle entfachten). 

So konnten die Kinder den Hauptunterricht, sowie den von der Klassenlehrerin gehaltenen Fachunterricht (sofern dieser im Anschluss an den Hauptunterricht stattfand) im Freien in der Waldschule absolvieren. Leider konnte keine Lösung für den Fachunterricht der KollegInnen gefunden werden, da die Waldschule im Steinbruch ein Stück weit von der Engelberger Waldorfschule entfernt liegt, was den pünktlichen Anschlussunterricht der KollegInnen beeinflusst hätte.  

Pädagogische und gesundheitliche Aspekte 

Kinder brauchen Kinder… und Kinder brauchen Gemeinschaft, um sich im Sozialen üben zu können. Der soziale Aspekt ist sicherlich einer der offensichtlichsten, schaut man sich den pädagogischen Zugewinn durch die Waldschule an. Auch wenn die Kinder zum Teil nur in halben Klassen unterrichtet wurden, so rückten sie schnell als Gemeinschaft zusammen. Ein wenig kennt man das, aus gemeinsamen Ausflügen und später dann auch Landschulheimaufenthalten: Man lernt sich in einem anderen Kontext, als dem der Schule kennen und rückt dadurch enger zusammen. Dieser Aspekt ist nicht nur bei den Kindern zu erleben gewesen, sondern auch bei der Elternschaft. Trotz Kontaktbeschränkungen und Onlineelternabenden, also trotz wenig echtem Kontakt im ersten Schuljahr ist die Elterngemeinschaft zusammengerückt. Gemeinsam haben sie das Projekt unterstützt und geistig getragen, auch entgegen aller Widrigkeiten und kritischer Stimmen anderer Eltern. 

Die Kinder, vor einem halben Jahr noch Kindergartenkinder, konnten sich weitgehend “normal” unter Gleichaltrigen bewegen. Sie konnten Emotionen, vielfach durch Mimik dargestellt, von der Lehrerin und ihren MitschülerInnen abnehmen und sich hier weiter entwickeln und üben. Auch das Einführen der Buchstaben, das Abnehmen der Laute durch die visuelle Wahrnehmung wurde nicht gehemmt. Kinder mit Sprachdefiziten konnten so deutlich erkennen, um welchen Laut es sich handelt und waren nicht ausschließlich auf das Gehör angewiesen. 

Insgesamt war der Unterricht auf natürliche Weise durchdrungen von vielfachen Sinneserlebnissen. Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, aber auch sich selbst und die Natur spüren – die Kinder konnten das zu Erlernende mit allen Sinnen begreifen. 

*  Wer in der freien Natur lernt, lernt anders * 

Was lernen Kinder in der ersten Klasse im Hauptunterricht? Sie lernen Lesen, Schreiben und anfängliches Rechnen. Sie lernen Formen zu zeichnen, pentatonische Flöte spielen, Gedichte, Lieder und Verse. Sie lernen Aquarellmalen und den Umgang mit den Wachsmalkreiden. Sie lernen aber auch, wie man vom Kindergartenkind zum Schulkind wird. 

Das freie Spiel rückt in den Hintergrund, es muss viel länger stillgesessen werden (auch im beweglichen Klassenzimmer) und man muss sich konzentrieren. Gerade das konzentrierte Arbeiten war zunächst schwierig zwischen zwitschernden Vögeln, rauschenden Bäumen, muhenden Kühen oder quakenden Fröschen. Das bisher bekannte Unterrichten musste neu gegriffen werden, um die notwendigen Kulturtechniken auch vermitteln zu können. So lief eines Tages der Jäger Jakob doch tatsächlich am Zelt vorbei, die Kinder lernten das J aus dem Bild und der tatsächlichen Begegnung.  

 Insgesamt kann man sicher sagen, dass das konzentrierte Lernen seine Zeit brauchte, bis Rituale und Gewohnheiten in der Waldschule bekannt wurden. Dann war aber ein konzentriertes Arbeiten durchaus möglich, auch über einen längeren Zeitraum hinweg. 

Die Kinder erlebten den Jahreslauf besonders intensiv. Die Waldschule startete im noch kalten März, es musste für warme Kleidung und regelmäßig Feuer und Wärme gesorgt werden. Der Unterricht war zu diesem Zeitpunkt deutlich dynamischer und auf viele Bewegungselemente ausgerichtet. Die Pausenzeiten auf dem von den Kindern geliebten Matschberg wurden verlängert, so dass das freie Spiel noch Raum einnehmen konnte: Es wurde geklettert, gebaut, gerutscht. Erwähnenswert ist sicherlich, dass kein einziges Kind im Zeitraum der Waldschule an Corona erkrankte. Insgesamt zeigten sich die Kinder von einer robusten Gesundheit. Es gab insgesamt kaum Krankheitsfälle während der Waldschule.  

Dann erlebten die Erstklässler den beginnenden Frühling. Da alle Buchstaben zu diesem Zeitpunkt eingeführt waren, konnte während der Schreibepoche das Wörter schreiben anhand von Naturerlebnissen geübt werden. Erste Wildkräuter wurden entdeckt, abgepaust und schriftlich benannt. So übten die Erstklässler sich in der Fertigkeit des Schreibens, lernten aber auch den Geschmack von Zitronenmelisse, Schnittlauch, Bärlauch und Sauerampfer kennen. Alle Sinne wurden in dieser Schreibepoche angesprochen – die viel Zuspruch bei den Kindern fand.  

Gerechnet wurde ebenfalls in der Waldschule, mit Materialien die “zur Hand” waren. Für das “klassische Formenzeichnen” wurden Formen der Natur (spitze Blätter, lange gerade Halme, runde Blüten) zur Anschauung genommen, bevor die Formen ins Heft übertragen wurden. Später wurden Malbretter von den Eltern mit Tafellack präpariert, so dass vor Ort jeder die Möglichkeit hatte auch ohne Heft ins Üben zu kommen (was im Klassenzimmer oftmals auf Papier geschah).  

Im Frühling wurden kleine Löcher gegraben und Blumen gesetzt, im Verlauf des nassen Sommers konnte man die Arbeit der Schnecken beobachten. Auch vesperten die Stechmücken hier und da gemeinsam mit den Kindern, spätestens aber, wenn ein warmer Sommerregen Wassersäcke ins Zeltdach machte und die Klassenlehrerin unfreiwillige Wasserduschen bekam, waren die Plagegeister wieder vergessen.  

Herausforderungen der Waldschule 

Mit Abstand und an der frischen Luft konnten viele Dinge realisiert werden, die im geschlossenen Raum mit Maske entweder durch den zu geringen Abstand (zeitweise das Singen und Flöte spielen) verordnungsbedingt nicht durchführbar waren. Logistische Herausforderungen waren sicher das Aquarellfarben malen, das zeitweise ausfallen musste und erst später wieder im Klassenraum aufgenommen wurde. Aufgrund des “draußen Seins” und der wenigen Staumöglichkeiten musste grundsätzlich auf einiges an Material verzichtet werden. Blätter wären durch die Luftfeuchtigkeit nass geworden, Wasserfarben konnten nicht gelagert werden usw. 

Auch die Schulranzen sollten durch Rucksäcke ersetzt, nicht zu viel im Gepäck haben – extra Kleidung war an kalten Tagen wichtiger als viele verschiedene bunte Stifte.  

Wenn es zu kalt war musste leider auch auf das Flöten verzichtet werden, da die Finger einfach zu kalt waren, um sie gut und gerne bewegen zu können. Auch längeres Malen und Schreiben musste dann durch Bewegungselemente ersetzt werden. Pädagogisch bedeutete dies viel mehr Flexibilität im täglichen Tun, oft musste Vorbereitetes der Situation angepasst oder verworfen werden. 

Die Kälte war insgesamt sicher immer wieder die größte Herausforderung, für die es bei diesem Projekt weitere Ideen und Initiativen benötigt. Auch eine optimalere Tisch und Sitzsituation müsste langfristig für ein Draußenzimmer geschaffen werden. 

 Sabrina Raynaud (L)

Januar 2022

Die Kletterwand bedankt sich!

Natürlich ist das Warten und die Freude auf etwas Besonderes beinahe immer schöner als das Ereignis selbst. Das kennen doch beinahe alle auch von Weihnachten. Tja, und mit unserer Kletterwand ist das beinahe ein bisschen ähnlich. Gut Ding will eben Weile haben – und die Turnhalle als Ganzes muss eben ein „gutes Ding“ werden. So ziehen sich die Bauarbeiten hin, ein Ding kommt zum nächsten, vor der Wand ist eben nicht hinter der Wand und so wird es noch ein bisschen dauern, bis wir die Gelegenheit bekommen, unsere Kletterwand zu erstellen, zu er- und zu beklettern.

Das soll uns aber nicht davon abhalten, uns hier und jetzt wirklich richtig herzlich bei den vielen Helfern zu bedanken, die den Spendenlauf für die Kletterwand möglich gemacht haben, die eingesprungen sind, als wir von den Läufern überrannt wurden, die spontan beim Zählen und beim Notieren mitgeholfen haben, die sich um die Kinder gekümmert haben, auch wenn es grade nicht die der eigenen Klasse waren, die als Lehrer gezeigt haben, dass auch Lehrer Menschen sind, die ins Schwitzen kommen, wenn sie mal rennen müssen oder dürfen oder diejenigen, die die Getränke für die Läufer zur Verfügung gestellt haben, auch die, die die medizinische Betreuung gesichert haben, aber auch die, die als Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer ihr Büro verlassen haben und ins Schulleben zwischen all den Schülerinnen und Schülern eingestiegen sind oder die, die schon im Vorfeld Klettervolumen in der Schreinerei hergestellt haben, damit wir schon etwas zum Vorzeigen haben und nicht zuletzt die, die am Vortag schon alle Absperrungen und Bänder angebracht haben, damit die Läufer nicht vom Wege abkommen.

Diesen allen, deren Namen aufzuführen – es würden ja auch alle Spender:innen noch dazukommen, die uns mit Geldspenden bedacht haben und natürlich auch alle Läuferinnnen und Läufer, die unterwegs waren –  wäre hier zu viel. All jenen sei Dank gesagt.

Es hat wohl allen eine Riesenfreude gemacht – und vielleicht lag es ja doch auch etwas daran, dass es nicht so ganz 100% perfekt durchgeplant war, und die notwendige Spontaneität das Ganze so zu einer herrlichen Spaßveranstaltung gemacht hat.

Sagen wir mal, im späten Frühjahr (oder so), sollte es spätestens so weit sein – bei aller Vorsicht: Dann wird geklettert! Denn: was muss, das muss!

Gunter Geuppert (L)
Andreas Fett (L)
Markus Martin (L)

Kletterwand in den Schorndorfer Nachrichten vom 30.7.2021

Oktober 2021

Die Cafeteria sucht Helferinnen und Helfer!

Wer hat Spaß daran, gemeinsam mit anderen Eltern am Morgen frische Brezeln zu schmieren? Wer belegt gerne knackig-frische Brötchen? Wem macht es Freude, einen frisch gebrühten Kaffee zuzubereiten? Der ist bei uns genau richtig!

Nachdem einige langjährige Teammitglieder zum Schuljahresende aufgehört haben, suchen wir neue Eltern mit Spaß am Zubereiten und Verkaufen in der Cafeteria! Im Moment können wir leider nur ein eingeschränktes Angebot bieten, da uns Unterstützung fehlt. Deshalb: Jede Stunde der Mithilfe zählt!

Die Cafeteria hat täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Wer gerne am Vormittag helfen möchte, kann zur Vorbereitung um 8 Uhr starten oder beim Verkauf in der großen Pause unterstützen. Über die Mittagszeit von 13 bis 14 Uhr suchen wir ganz dringend Hilfe, damit die Schülerinnen und Schüler eine Alternative zum Mittagessen in Winterbach haben. Auch am Nachmittag zum Nachbereiten und Vorbereiten für den nächsten Tag brauchen wir Unterstützung. Es wäre toll, wenn sich so viele Eltern oder auch Großeltern, Verwandte oder Freunde finden würden, dass wir in der Cafeteria wieder unser übliches Angebot für die Mittagspause anbieten können. Wir freuen uns auch über ‚Springer‘, die tageweise aushelfen können, wenn es bei uns knapp ist.

Wer Lust hat mitzuhelfen, kann sich direkt in der Cafeteria Tel. 07181 704-204 melden. Iris Stein privat: Tel. 07181 9854666 o. 0170 4863412 oder iris.stein@engelberg.net oder direkt in der Cafeteria im Untergeschoss des Neubaus. Wir freuen uns auf neue Eltern im Team! Für das Cafeteria-Team: Iris Stein

Juli 2021

Fairer Handel und die Waldorfschule Engelberg

Wussten Sie, dass Winterbach sich seit dem 22.7.2021 „Faire Gemeinde Winterbach“ nennen darf? Sie ist damit die 746. Kommune mit diesem Titel.

Wussten Sie, dass auch die Waldorfschule Engelberg zu den Unterstützern gehört? Neben den Kirchen, der Lehenbachschule, einigen Vereinen (VFL-Winterbach, Repair-Café, …), Lebensmittel-Läden, dem Modehaus Raithle und weiteren Unterstützern hat sich die Waldorfschule Engelberg verpflichtet, fair gehandelte Produkte zu verwenden und vor allem Bildungsarbeit zum Fairen Handel zu leisten.

In der Mittelstufe findet ein Projekt in Kooperation mit dem Weltladen El Mundo in Schorndorf statt. An unterschiedlichen Themen (Schokolade, Kleidung, Handy) lernen die Schülerinnen und Schüler den Fairen Handel kennen. Auch dürfen sie sich im Weltladen umsehen und ihre Fragen loswerden. In der Oberstufe wird im Fach „Wirtschaftsgeographie“ das Thema „Fairer Handel“ beleuchtet.

Des Weiteren ist im Sekretariat bei Frau Gira eine Box aufgestellt, in der alte Handys gesammelt und der „Handy-Aktion Baden-Württemberg fragen.durchblicken.nachhaltig handeln!“ zugeführt werden.

10. Mai 2021

Freie Waldorfschule Engelberg bei „Köpfe am Korber Kopf“: Ausstellung mit Abschlussarbeiten der Freien Waldorfschule Engelberg

Wie abstrakt kann der Mensch sein?

Dass man sich in der Bildhauerei mit der menschlichen Gestalt beschäftigt, ist nicht wirklich überraschend. Wenn die Annäherung an dieses Thema allerdings an bestimmte Vorgaben gebunden ist, wird der künstlerische Prozess zu einer ganz neuen Herausforderung. Eine Sandsteinplatte im Format 30 auf 35 Zentimeter, Papier zur Anfertigung von Vorzeichnungen sowie Spitz- und Schrifteisen – mit diesen Utensilien machten sich die AbsolventInnen des Jahrgangs 2019/2020 der Freien Waldorfschule Engelberg daran, das spannungsreiche Motiv von Kopf und Körper umzusetzen. Unter Anleitung ihres Kunstlehrers Lorenz Attinger entstanden so zwölf individuelle und durch charakteristische Eigenheiten geprägte Steinreliefs, die im Zusammenspiel eine ganz besondere Wirkung entfalten. Das Gesamtwerk der jungen KünstlerInnen trägt den Titel „Wie abstrakt kann der Mensch sein?“. Zu sehen sind die Abschlusswerke als Teil der 15. Runde der Freiluft-Ausstellung „Köpfe am Korber Kopf“, die ab dem 9. Mai offiziell für alle BesucherInnen zugänglich ist.

Winterbacher Gemeindeblatt vom 6.5.2021

Die Ausführenden: Alexander Beck, Alexandra Dincsoy, Philip Gröger, Carl Groß, Georg-Valentin Göttlicher, Lennart Häberle, Maximilian Krug, João Paulo T. Verhalen Lima, Niklas Niemeyer, Luna Parsch, Jara Romanowski, Moritz Stein, Tobias Vogt, Leonhard Wilhelm, Dania Zaitoun und ihr Lehrer Lorenz Attinger.

22. April 2021

Meine erste Schulwoche nach Corona – Eindrücke der Klasse 3a im Februar

Ich habe mich sehr gefreut meinen Lehrer Herr Balint zu sehen. Auch war es toll wieder mit meinen Freunden in der Pause spielen. Die halbe Klasse finde ich besser, als wenn alle Kinder zusammen Unterricht haben.

Moritz

Endlich wieder Schule!
Vor allem konnte ich meine Freunde wieder sehen. Der Unterricht an der Schule macht doch viel mehr Spaß. Auch konnten wir in der Pause wieder Fange spielen.

Enno

Geburtstagsfeier
Nach so langer Zeit zu Hause habe ich mich wieder sehr auf die Schule gefreut. Ich konnte sogar meinen Geburtstag in der Schule feiern. Das war schön!

Joshua

Was ich in der Schulwoche besonders fand!
Ich fand toll das ich mal wieder meine Klassenkameraden sehen durfte, ich habe mich sehr gefreut. Die Fernschulzeit war ein bisschen langweilig weil nichts los war. Da bin ich und der Tisch und sonst nichts, das ist in der Klasse anderst da ist action!

Merit

10. März 2021

Hurra, endlich wieder Schule – wenigstens ein bisschen

Am 22. Februar konnte der Unterricht an unserer Schule nach fünf Wochen Schulschließung endlich wieder beginnen – zumindest für einen Teil der Schülerinnen und Schüler. Die Abschlussklassen waren – anders als an anderen Schulen – auch während der Schließung durchgehend im Präsenzunterricht. Nun sind auch die Klassen 1 bis 4 zurück. Zwar nur in halber Klassenstärke und im Wechselunterricht, aber es ist zumindest ein Lichtblick. Oder nicht? Das möchte ich genauer wissen und verabrede mich mit Frau Raynaud, die die Klasse 1b unterrichtet.

Bei strahlendem Sonnenschein mache ich mich kurz vor Schulschluss auf den Weg zu ihrem Klassenzimmer. Unterwegs begegnet mir schon ein Teil der Klasse. Die Schule ist aus und sie sind auf dem Weg vom Handarbeitsunterricht zum Parkplatz und zur Wendeplatte, wo viele von ihren Eltern erwartet werden. Ich frage die Kinder, wie es denn so sei, nach fünf Wochen daheim wieder in der Schule zu sein und höre „toll“ und „schön“.  Auch wenn die Antworten knapp ausfallen, ein Blick in die strahlenden Kinderaugen sagt alles: Die Erstklässler sind froh, nach so langer Zeit endlich wieder in die Schule gehen zu dürfen.

Im Klassenzimmer angekommen, bestätigt Frau Raynaud diesen Eindruck. „Die Kinder sind so glücklich, wieder in ihrer gewohnten Umgebung zu sein. Sie haben ihre Freunde vermisst, ihre Lehrerin, einfach das ganze Miteinander.“ Sie erzählt, wie sie sich darum bemüht hatte, während der Schulschließung jeden Tag in Kontakt mit den Kindern zu kommen. Unterrichtsstoff hätten die Kinder wenig verpasst. „Die Kinder haben zu Hause Aufgaben erledigt, die ihnen bereits bekannt waren. Wir haben viel wiederholt, Addition und Subtraktion zum Beispiel. Aber Waldorfschule ist natürlich viel mehr als Lesen, Schreiben, Rechnen. Was gefehlt hat, war das Miteinander. Gerade in diesem Alter ist die soziale Interaktion innerhalb der Klassengemeinschaft enorm wichtig.“ Ich schaue mich in dem liebevoll gestalteten Klassenzimmer um und stelle mir vor, wie aufgeregt die Erstklässler waren, als sie diesen Raum im September zum ersten Mal als frischgebackene Schulkinder betraten. Und dann war nach nur 13 Wochen Schule alles wieder vorbei und sie mussten sich an eine neue Routine im Heimunterricht gewöhnen.

Welchen Eindruck sie denn von ihren Erstklässlern nach so lange Zeit habe? Frau Raynaud erzählt, dass sich die Klassengemeinschaft wieder gut gefunden habe und es kaum Schwierigkeiten gebe. „Vielen Kindern ist jedoch nicht klar, warum sie nicht alle ihre Freundinnen und Freunde im Unterricht wiedersehen können“. Die 25 Kinder der 1b sind – wie alle Klassen der Stufe 1 bis 4 – in zwei Gruppen geteilt, die im Wechsel unterrichtet werden. Während die eine Gruppe im Hauptunterricht ist, hat die andere Gruppe Fachunterricht, dann wird gewechselt. In der ersten Woche haben zudem nur die Klassen 1 und 3 Unterricht, in der nächsten dann die Klassen 2 und 4.

Frau Raynaud erzählt mir, wie sie mit dem „Unterricht unter Pandemiebedingungen“ umgeht, ohne die Gründe für Klassenteilung, Abstandsregeln und Lüften zu thematisieren. Denn das erzeuge nur Unsicherheiten bei einigen Kindern. „Wir schreiben jeden Tag alle Kinder, die in der anderen Gruppe sind, an die Tafel. So sind wir in Gedanken mit ihnen verbunden“, erklärt sie. Wenn im Unterricht ein Kreis gebildet werden soll, sagt sie den Kindern, sie sollten sich vorstellen, dass jeweils eines der fehlenden Kinder zwischen ihnen stünde. Auch das stärke das Gemeinschaftsgefühl und erfülle gleichzeitig das Abstandsgebot.

Als ich mich schließlich von Frau Raynaud verabschiede, habe ich das Gefühl, dass zumindest die Klasse 1b die Schulschließung gut überstanden hat und sich im Schulalltag trotz der vorhandenen Einschränkungen wieder gut zurechtfindet.

Vicki Klemeyer/Öffentlichkeitsarbeit

18. Februar 2021

Den Engelberg erklettern … es geht los!

Nicht zuletzt durch die große Spendenbereitschaft der Eltern, Lehrer und Mitarbeiter unserer Schule kann es nun nach der Verzögerung durch die Corona-Krise losgehen. War der Bau ursprünglich für Sommer 2020 geplant und dann auf die Weihnachtsferien verschoben, wird nun in den Pfingstferien unser Traum einer Kletterwand für den Engelberg endlich wahr.

Großzügige Spenden
Die Spendenbereitschaft der Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Engelbergschule war enorm und uns erreichten sogar einige Großspenden. Für jeden kleinen und großen Beitrag sagen wir von Herzen „danke“ und freuen uns, dass der Spendenstand inzwischen bei gut 15.000 Euro liegt. Das macht uns zuversichtlich, das Projekt in Angriff zu nehmen. Die geschätzten Gesamtkosten lagen in der Vergangenheit bei 15.000 bis 20.000 Euro für die komplette Erstellung der Kletterwand inklusive der vielen benötigten Haken, Seile und Sicherungen sowie den benötigten Sicherungsgurten und Kletterschuhen für die Schülerinnen und Schüler.

Kletterspaß mit vielen Möglichkeiten
Die Kletteranlage soll an der Nordwand der Turnhalle angebracht werden, zwölf Meter lang und fünf Meter hoch. Für die Planung der Kletterwand konnten wir mit Timo Marschner einen Fachmann gewinnen. Er betreibt die Kletter- und Boulderhallen „Active Garden“ in Korb und Waiblingen. Die Kletterwand wird im Sockel einen Boulderbereich haben, in dem die Schülerinnen und Schüler in Absprunghöhe und ohne Sicherung klettern können, geschützt durch davor gelegte Weichturnmatten. Um die Vielfältigkeit der Kletterwand zu erhöhen, wird es verschiedene Aufsätze und versetzbare Überhänge geben, so dass immer wieder neue Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ausgezeichnet und erklettert werden können.

Die Herausforderungen der Nordwand
Trotz des begeisternden Spendenvolumens ist das Projekt weiterhin auf Unterstützung angewiesen, denn wer dachte in den 1980er Jahren schon daran, dass in der Turnhalle einmal eine Kletterwand stehen wird? Technisch von vornherein ausgeschlossen ist das Aufhängen der Wand an der Decke und auch eine Verankerung im Boden ist nicht möglich, denn das Aufschneiden des Hallenbodens würde seine federnde Eigenschaft zerstören. Es bleibt nur die Möglichkeit, die Kletterwand an der Nordwand zu befestigen, was aufgrund der Statik einige so nicht geplante Mehrkosten mit sich bringen wird.

Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler
Natürlich haben wir auch in diesem Jahr die Hoffnung, weitere Spenden für die Kletterwand zu erhalten. Geplant ist unter anderem ein Spendenlauf der Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise selbst etwas für „ihre“ Kletterwand tun können, also mit Freundinnen oder Freunden zum Beispiel für die Anschaffung eines Klettergurtes oder eines Paares Kletterschuhe zu laufen. Die Idee: Alle Teilnehmenden suchen sich einen Sponsor, etwa die Eltern oder eine Firma, und vereinbaren eine bestimmte Spendenhöhe, für jede Runde, die sie um das Schulgebäude joggen. Je mehr Runden, desto mehr Geld wird „erlaufen“. Auf diese Weise hoffen wir, noch einiges an Unterstützung zu erzielen, um den Etat unserer Schule, die als Sicherungspartner bei dieser Kletterpartie im Hintergrund steht, nur wenig in Anspruch nehmen zu müssen.

Tatkräftige Unterstützer gesucht
Wir wollen die Kosten auch dadurch im Rahmen halten, indem wir uns um die tatkräftige Unterstützung von Eltern und Schüler bemühen. Denn beim Aufbau der Kletterwand unter Anleitung von Fachkräften kann jeder mithelfen! Auch das verbindet Sie durch etwas selbst Geschaffenes mit unserer Schule! Sollten Sie also nicht gerade zwei linke Hände haben, dann denken Sie vielleicht jetzt schon daran, sich die Zeit um oder nach den Pfingstferien für handwerkliche Unterstützung beim Aufbau der Wand freizuhalten. Sobald die Termine feststehen, kommen wir gerne auf Sie zu. Die Hilfstätigkeiten sind nicht kompliziert und im Prinzip von jeder oder jedem leistbar.

Die Spendenaktion geht weiter
Sie können uns auch gerne jetzt schon direkt unterstützen. Alle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter www.engelberg.net/#spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Kletterwand“ an.

Spenden Sie
unterstützen Sie
und erklettern Sie

dann vielleicht auch einmal selbst den Engelberg, um das Gefühl „oben angekommen“ zu sein zu genießen.

Es grüßen und bedanken sich
Gunther Geuppert und Markus Martin (FWS Engelberg)
Andreas Fett (Magdalenenschule)

17. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: Anpacken beim Bio-Bauer Luber

Heute packt Sonja Faber-Schrecklein auf dem Bauernhof Luber mit an. Beim Kühe striegeln und Schweine füttern erfährt sie, dass nicht nur Clemens Luber die Helferlein aus unserer Schule vermisst. Nein, auch den Tieren fehlen die Grundschulkinder, die sich normalerweise liebevoll um sie kümmern. Schauen Sie mal rein:

16. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: Einmalige Kässpätzle von Michael Ömig

Weiter geht’s mit SWR Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein auf unserem Engelberg. Heute macht sie uns den Mund wässrig mit leckeren Kässpätzle aus dem Gasthaus Sandwegklause. Hier gibt es einen Vorgeschmack:

https://www.ardmediathek.de/swr/video/landesschau-baden-wuerttemberg/sonja-in-winterbach-engelberg-einmalige-kaesspaetzle-von-michael-oehmig/swr-baden-wuerttemberg/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEzNjc5MTQ/

15. Dezember 2020

SWR Landesschau Baden-Württemberg
Sonja in Winterbach-Engelberg: die Waldorfschule

SWR Reporterin Sonja Faber-Schrecklein ist zu Gast in der Freien Waldorfschule Engelberg. Sie besucht den Werkunterricht, plaudert mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse, legt im Werkunterricht selbst Hand an und spricht mit Geschäftsführer Felix Maier. Und wieder die Frage: Gibt es hier Engel? Die Antworten gibt es hier in der ARD Mediathek: